Was hat es uns gebracht, das Jahr 2001?
Ehrlich gesagt, gebracht hat es so gut wie nichts, mir zumindest, aber genommen hat es eine Menge...
Zuerst einmal fällt mir auf, das die Ereignisse der ersten Jahreshälfte ganz klar verblassen im Vergleich zu dem, was in der zweiten Hälfte passierte.
Am 11. September kam ich recht früh von der Arbeit wieder, um circa halb 4 Nachmittags. Genau der richtige Zeitpunkt um die Nachrichten anzuschalten und die ersten News zu sehen über diesen historischen Tag.
Glücklicherweise war ich zu müde dafür, und hab mich erstmal für ein oder zwei Stunden hingelegt, ohne irgendetwas von dem mitzukriegen, was die Welt nie mehr dieselbe sein lassen würde wie zuvor...
Als ich dann später den Fernseher einschaltete muß ich wohl genau die 5 Minuten der Berichterstattung erwischt haben, in denen keine Bilder von dem Attentat angezeigt wurden. Klar war (mir) nur, daß etwas passiert war, und zwar in den USA. Eine Autobombe, dachte ich mir. Ha, knapp daneben. Nicht eine, sondern vier. Und auch keine Autos, sondern Flugzeuge. World Trade Center (beide Türme), Pentagon, und ein weiteres Ziel (Weißes Haus?), dieses Flugzeug stürzte jedoch zuvor ab. Innerhalb weniger Minuten mal eben 3000 Menschen tot...
Und warum das ganze? Warum beschießt jemand den Schmelztiegel der Welt? Hier leben Menschen aus allen Nationen der Welt, einen internationaleren Ort als New York kann ich mir nicht vorstellen.
Welches kranke Hirn denkt sich so etwas aus?
Was sind die Motive?
Was hat Bin Laden sich dabei gedacht? Daß die Welt sich einfach hinsetzen würde und Bin Laden zu einem großartigen Sieg gratulieren würde? Daß die Welt durch ein Opfer von Tausenden von unschuldigen Leuten zu einem besseren Ort würde?
Am 29. November starb dann George Harrison, der stille Beatle. Nicht ganz unerwartet, aber dennoch ein schwerer Verlust. Nun sind es nur noch 2... All things must pass. Bleibt nur zu hoffen, das zumindest Paul und Ringo in ein paar Jahren ihre Enkelkinder Vera, Chuck und Dave auf ihren Knien werden herumturnen haben. 50% der Beatles werden jedenfalls "When I'm 64" nicht mehr erleben.
Und am 31. Dezember, noch ein Verlust: Die D-Mark (und noch ein ganze Reihe weiterer europäischer Währungen). Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Mark wirklich vermissen werde. "Euro" hat allerdings eine Silbe zuviel, und ich wette ich werde noch in Jahren von Pfennigen anstelle von Cents sprechen...
Und warum schreib ich das hier? Ich weiß es nicht...
Aber es hat trotzdem gut getan, es einfach zu schreiben.
Es wäre mir aber schon lieber gewesen, wenn statt der tatsächlichen Ereignisse ein Computer namens HAL9000 eine Jupiter-Mission zum Scheitern gebracht hätte.
Bis demnächst
Wolfgang Schneider ( WS64)
P.S.: Ehe ich's vergesse, wie dieses Jahrzehnt heißt weiß ich nun immer noch nicht. Die Nullies? Nulliger? Und wer meint, wir sitzen dieses Problem einfach aus, schaut doch einfach mal ein bisschen voraus, die "Zehner" werden das Problem auch nicht lösen...
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